Abmahnung

Eine Abmahnung ist so etwas wie eine „gelbe Karte“ des Arbeitgebers, aber auch des Arbeitnehmers. Abgemahnt werden können wechselseitig Pflichtverletzungen im Arbeitsverhältnis.

In der Regel wird die Abmahnung schriftlich erteilt. Für Ihre Wirksamkeit muss sie die vorgeworfene Pflichtverletzung und das erwünschte, korrekte Verhalten benennen und für einen neuerlichen Verstoß arbeitsrechtliche Konsequenzen androhen. Unmittelbare Konsequenzen hat sie jedoch nicht.

Eine Abmahnug wird jedoch regelmäßig in die Personalakte aufgenommen und kann somit zukünftige Entscheidungen des Arbeitgebers beeinflussen: So könnte ein befristet Beschäftigter wegen einer Abmahnung keine feste Anstellung erhalten oder der Abgemahnte wird bei einer Beförderung übergangen.

Außerdem ist bei vielen arbeitsrechtlichen Pflichtverletzungen vor einer Kündigung zunächst eine Abmahnung auszusprechen. Nur ein erneuter Pflichtverstoß nach einer vorausgegangenen Abmahnung desselben Verhaltens berechtigt dann zur Kündigung.

Auf eine Abmahnung kann man mit einer Gegendarstellung zur Abmahnung reagieren, die auf Bitten des Arbeitnehmers ebenfalls in die Personalakte aufgenommen werden muss (§ 83 Abs. 2 BetrVG). Hierbei ist ein sachlicher Ton und das Vermeiden von Vorwürfen oder Unterstellungen - bei aller verständlicher Empörung -
zu empfehlen.

Grundsätzlich können Arbeitnehmer auch verlangen, dass die Abmahnung aus der Personalakte entfernt wird, wenn diese zu Unrecht erfolgte. Hierauf besteht sogar ein gerichtlich einklagbarer Anspruch. Es ist jedoch klar darauf hinzuweisen, dass eine derartige Klage häufig zur einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses führt. Zudem ist die Abmahnung eine schriftliche Behauptung des Arbeitgebers, die nötigenfalls auch im Rahmen eines späteren, möglichen Kündigungsschutzverfahrens überprüft werden kann.

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